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Erfahrungsaustausch-Thread für Hexen aus Familientraditionen
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Leah de Re
Priester
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BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 01:11    Titel: Erfahrungsaustausch-Thread für Hexen aus Familientraditionen Antworten mit Zitat

Salve!

Ich hoffe ich konnte in diesem langen Titel vermitteln worum es hier gehen soll.

Dies ist KEIN!!! Thread zur Streitfrage ob Magie und das Talent dazu ausschließlich vererbt werden oder nicht. (Dafür gibt es diesen: http://www.hexengemeinde.de/viewtopic.php?t=4445&highlight=erbhexen)

Dies soll "ein Ort" sein wo sich Nachkommen von Familientraditionen (egal welcher Richtung) über ihre Erfahrungen austauschen können. Wie ging es dir damit? Hat man dir Druck gemacht? Oder überließ man dir die Wahl? Wurde das Wissen vielleicht nur an bestimmte Familienmitglieder weiter gegeben? Wann wurdet ihr "initiiert" (erstes aktives Ritual oder sogar eine spezielle Feier)? Wie ging es dir mit dem Umfeld durch dein "anders sein"?

Dies und andere Bereiche sollen hier ihren speziellen Platz finden.

Liebe, Leben, Lachen,
Sam
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Samhain de Uinllean => Leah de Re

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Zuletzt bearbeitet von Leah de Re am 27.11.2008, 15:52, insgesamt einmal bearbeitet
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Stormeagle
Hausdrache des Ältestenrates
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BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 02:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin nicht unbedingt der Meinung, dass man seine Fähigkeiten ausschließlich vererbt bekommt, aber einen Teil davon mit sicherheit. Ich kann mich noch daran erinnern ( so ziemlich am Anfang meiner Zeit hier in der Hexengemeinde ) dass wir das Thema Erbhexen schon mal hatten. Wenn ich von dem Wissen und der Tradition meiner Familie ausgehen würde, könnte ich sagen dass ich ein Erbhexlein bin. Aber grundsätzlich mag ich dieses Wort nicht. Mein Paps hat mit Magie nichts am Hut gehabt und mein Bruder ebensowenig. Meine Mutter, meine Oma und Urur und Ur Oma durchaus. Ich bilde jetzt auch meine Schwester aus, da sie sehr gut veranlagt ist. Dennoch, ich kenne auch Leute, deren Familien nie was mit Magie zu tun hatten, aber diese Freunde eben doch. Sie sind sehr stark veranlagt, bauen ihre Fähigkeiten aus und entwickeln sich weiter. Ich meine, dass unsere Fähigkeiten, die wir alle haben nicht unbedingt was mit einem Erbe zu tun haben. Auch Muggel ( sorry, aber das Wort trifft es am besten ) können Wicca erlernen und sich weiterentwickeln.
Ich habe meinen ersten Zauber mit ca. 12 Jahren das erste mal gewirkt, aber eher unbewusst als gewollt. Mit 14 habe ich mein allererstes Ritual abgehalten und kurz darauf wurde ich initiiert. Saphiro hat auf seiner Homepage geschrieben, dass nur initiierte Hexen echte Hexen sind und auch alle Energien nutzen können. Dem kann und will ich nicht zustimmen, aber genau beweisen kann ich es auch nicht, da ich initiiert wurde. Andererseits sehe ich es bei meiner Schwester. Sie ist noch nicht initiiert worden, hat auch noch ein wenig Zeit, aber sie ist sehr fleissig und was sie Zaubert, das funktioniert auch, OK... Fehlschläge gibt es auch, aber bei Novizen sehe ich das nicht so dramatisch, denn sie lernen ja. Nein, ich weis... wir lernen auch. Unser ganzes Leben lang. Ich beziehe es auch nur auf die Ausbildung zwischen Lehrer und Schüler.
Ich hab von meiner Seite aus nie Druck zu spühren bekommen und ich wurde auch nicht dazu gedrängt, der Familie was zu beweisen oder auch herauszuragen. Ich habe das Glück, eine Familie zu haben, die frei von Erwartungen ist und einfach zulässt, dass wir, die neue Generation uns so entwickeln können wie wir es wollen, solange wir niemandem schaden. Das erste Fest was ich gefeiert habe war Beltane. Ich feier nicht regelmässig die Jahreskreisfeste, aber dennoch vergesse ich nicht, von wem ich meine Gabe habe und danke den Göttern aber dafür, dass es so ist und bringe Boreas und Athene öfftermal eine kleine Gabe.
Athene hat eine Schale mit Potporee zu ihren Füßen und dort träufel ich öffters Rosenöl darauf und Boreas zu ehren beschwöre ich ab und an mal eine sanfte Briese und lasse sie gen Norden ziehen oder räuchere gern zu seinen Ehren, da ich mich mit ihm sehr verbunden fühle.
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Delian
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BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

Druck gemacht hat man mir nie. In meiner Familie wird großen Wert darauf gelegt, dass jeder so lebt, wie er leben will, das gilt auch politisch und religiös.

Meine Mutter hat gewartet, bis ich von mir aus Interesse an magischen Dingen gezeigt habe. Als ich anfing, mir Bücher über Paranormales und Geistererscheinungen zu wünschen und mir ein Traumdeutungsbuch gekauft habe, hat sie selbst auch darin gelesen und mich bestärkt. Als ich die Tarotkarten sah und haben wollte, hat meine Mutter die sofort gekauft, damit ich es lerne und ihr die Zukunft vorhersage.

Wirklich "eingeführt" in die Magie wurde ich dann aber durch meine Tante. Sie hat mich in Feng Shui und Tai Chi unterrichtet, mir die wirkung von Heilsteien, Energien und Mandalas erklärt. Mit ihr habe ich auch mein erstes großes Ritual an einem heiligen Baum in Düren gemacht. Lange Zeit war sie eine Lehrerin und bis heute ist sie noch oft ein Mensch, mit dem ich mich gerne austausche, obwohl ich selbst inzwischen meinen eigenen Weg gehe.

Was die übrigen "Begabten" in der Familie angeht, so habe ich die meisten Sachen erst erfahren, nachdem sie tot waren. Dass mein vater z.B. Klarträume hatte und manchmal spontane Eingebungen über zukünftige Ereignisse, habe ich erst nach seinem Tod von meiner Mutter gehört.
Auch meine Urgroßmutter und Urgroßtante habe ich nicht mehr kennen gelernt. Von ihren Talenten und Fähigkeiten weiß ich nur durch Familienanekdoten, die auch nach Jahrzehnten noch weiter erzählt wurden. Meine Tante aber hat die beiden noch kennen gelernt und war auch als Kind schon fasziniert, wenn ihre Großtante aus dem Kaffeesatz las.

Alles in allem haben die Erbhexen mir einen Freiraum ermöglicht, in dem ich mich spirituell entfalten konnte, sich meiner Erziehung aber erst angenommen, als ich von mir aus neugierig darauf war. Für mich persönlich war das perfekt so.
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Kevin
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BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe von meiner Hexenfamilie erst vor kurzem erfahren. Ich habe mich vor Jahren schon selber initiiert und habe auch alle Erfahrungen alleine gemacht.
Letztens hat meine Mutter allerdings mit meiner Großtante telefoniert, die sich schon seit Jahren nicht mehr gesehen haben und fand raus, dass sie und meine andere Großtante übersinnliche Fähigkeiten haben. Beide können heilen und legen Karten und beschäftigen sich so mit allerhand Zeugs Winken
Ich fands schade, dass ich sie erst später kennen gelernt habe, aber nun weiß ich endlich, woher das alles kommt. Also so genau wissen wir es eigentlich doch nicht, denn unsere Familiengeschichte ist schon ziemlich verstrickt. Irgendwann war da mal ein Yogi aus Chile, der tausend solcher Dinge machte, mit Zaubern, Trance und Meditationen. Irgendwie scheint er da seine Finger mit im Spiel zu haben.

Meine übrige Familie, hat mir, wie so viele Eltern, zuerst verboten mit solchen Dingen umzugehen. Natürlich habe ich gewonnen, denn ich hörte nicht auf. XD
Jetzt kommen sie auch mal zu mir, wenn sie was wollen, spirituell-bezüglich.
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Ashmodai
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BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es schon eine "Hexenfamilie" ist, wenn mehrere gewisse "Gaben" haben, dann komm ich wohl auch aus einer, Seth. Winken
Sehe ich aber nicht so.
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Leah de Re
Priester
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BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

@ Stormeagle

Den Thread, den du meinst hab ich oben bereits gepostet, eben damit wir uns hier die Debatte zu "vererbt" und "kann jeder" ersparen können. Winken


--------------------------------------------------------------------------------------

Nun zu meiner Famiiengeschichte. Meine Mutter schickte mich mit 2 1/2 Jahren von den USA zu meiner Urgroßmutter nach Österreich. Meine Omi war eine sehr starke, dominante Frau, die keine Widerworte zuließ.
Kurz vor meinem 9 Geburtstag (ich bin Wassermann), durfte ich das erste Mal aktiv bei einem Ritual mitfeiern, es war Samhain.Ich war furchtbar stolz als ich mit dem Pappelspan durch die Räume laufen durfte. *seufz*

Gleich am Tag darauf begannen meine ersten Lektionen zum Thema Karten legen. Danach war es weniger "lustig". In meiner Familie sind Hellträume, -wissen und -fühlen bei allen vorhanden, nur bei mir gerade mal ein "Stäubchen" davon. Ich war regelrecht verzweifelt, da Abruf schon mal so was von gar nichts ging. Meine Urgroßmutter glaubte mir das lange Zeit nicht. Ich müsse das können, weil das bei uns in der Familie liegt.

Dass bei mir dafür die "heilenden Hände" extrem stark ausgebildet sind war für sie lange Zeit nebensächlich. Erst nach meiner Reiki-Einweihung nach ihrem Tod habe ich erkannt, dass gerade meine Hände die Kanäle sind um zu "empfangen".

Seit ich bei ihr war, ging meine Urgroßmutter mit mir regelmäßig in die Wälder in und um Wien, pflanzte zB mit mir auch einen Haselstrauch. So war es für sie selbstverständlich, dass ich bereits einiges an Wissen rund um Pflanzen, im speziellen Kräuter, angesammelt und verinnerlicht hatte. Aber auch das wurde immer wieder getestet und überprüft. - Fast wie in der Schule. Neutral

Alles in Allem hat mir der Druck benahe die Liebe zur Magie genommen. All die Begeisterung, die ich anfangs empfunden hatte war wie weggeblasen und ich tat zum Schluss nur noch das was ausdrücklich von mir verlangt wurde. - Abgesehen zu meinen Kontakten zu den Elementen und zu manchen Wesenheiten, die mich oft genug aufgemuntert haben. Mit den Augen rollen Verlegen

Meiner Großmutter ging es im übrigen als Kind auch nicht besser. (Abgesehen jetzt von ihrer Zeit bei ihren "Pflegeeltern" in Brüssel, während des Krieges.) Sie wird immer noch wütend, wenn man sie fragt wie das bei ihr war. Sie MUSSTE lernen, während ihr Bruder nur tat wonach ihm gerade der Kopf stand. Nach einigen Jahren "ab und an Magie" und den Folgen ihrer Manipulationen will sie von Magie nichts mehr wissen. (Naja, bis auf ein paar Kleinigkeiten, die sie sich einfach nicht abgewöhnen kann. Mit den Augen rollen )

Obwohl meine Urgroßmutter das Ouija-Board bei uns anstatt dem "medialen Schreiben" zu Samhain eingeführt hatte, war sie strikt gegen jede Magie, die nicht zu unserer Tradition zählte. Was besonders meiner älteren Tante gegen den Strich ging, da sie sich eher für Schamanismus interessierte.

Erst nach dem Tod meiner Urgroßmutter suchte ich im Internet nach Hexen, Magie etc und bin dann irgendwann auf dieses Forum gestoßen. (Zu erwähnen ist vielleicht, dass in Österreich nur noch meine Großmutter und meine kleine Schwester wohnen. Meine Tanten sind wieder in den USA.) Ich suchte nach Austausch, den ich zum Glück gefunden hab. Daumen hoch
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Feuerfee
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BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

ich glaube nicht das man 'genetisch' erbt bzw vererbt. Ich denke das es ins Blut übergeht wenn man damit groß wird. In meiner Familie hatte nie einer was mit Magie zu tun gehabtund trotzdem 'kann' ich es. meine Tochter kann jetzt schon Geister wahrnehmen, gut das können Kinder sowieso aber sie unterdrückt es nicht, weil es für sie völlig normal ist. Sie wächst eben damit auf und somit geht ihr die Gabe ins Blut über. Wenn sie mal Kinder bekommt und diese Religion nicht weiterführt, wir mein Enkel das auch nicht 'können'...versteht ihr was ich meine? Verlegen
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Ich bin mir sicher, wenn du es tust, wirst du wissen, dass es geschieht.
Es ist wahr,wenn du es siehst


Aus Zara wurde Feuerfee
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Leah de Re
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Beiträge: 2078
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich versteh ich was du meinst.
Doch wie ganz oben erwähnt ist dafür dieser Thread da: http://www.hexengemeinde.de/viewtopic.php?t=4445&highlight=erbhexen! Winken
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Samhain de Uinllean => Leah de Re

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Ashandra
aufgestiegene Hexe
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BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

Vor langer Zeit hat es auch in meiner Familie jemanden gegeben,.. meine Urgroßmutter mütterlicherseits. Ich selbst habe sie nicht mehr kennengelernt. Meine Mutter hat mir jedoch viel von ihr erzählt, nachdem meine Mom gemerkt hat, das auch bei mir manche Dinge "anders" laufen.
So hatte ich zumindest nie das Problem auf Unverständnis oder Unglaube zu stoßen.
Meine Urgroßmutter war Heilerin und war Hellsichtig. So hat sie auch ihren Tod angekündigt, wie sie wohl sagte um niemanden vor den Kopf zu stoßen und jedem noch mal die Möglichkeit zu geben ungeklärtes zu besprechen. Sie verabschiedete sich und starb nur wenige Stunden später... Naja, das ist wohl eine andere Geschichte.
Sie sagte meiner Mutter, die selbst noch ein Teenager war, sie solle gut auf ihre Tochter achten und sie von ihr Grüßen. Naja, diese Tochter bin ich.

Kurz bevor meine Mutter starb, verabschiedete sie sich auch von mir. Sie nannte mich Hexe. Ganz Beiläufig, aber für mich war es als ob sie mir eine Bestätigung und Ihren Segen hinterläßt.
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Chihiro
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BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich bin in einer russischen Familie aufgewachsen. In russland ist Magie allgegenwärtig. Selbst wenn sehr viele Christen sind glauben sie an Hausgeister und Magie und sowas. Für die steht das nicht im Wiederspruch.
Ich hab die Erinnerung daran, wie meine Familie aus unserem Haus in Russland eine schlechten Hausgeist rausjagen wollten. ich erinnere mich nicht an das ergebnis, ich war erst 3 aber es war halt keine christliche methode. viel lärm, auf töpfe schlagen, räucherungen, kräuter, solche sachen.
meine mama hat einen starken geisterglauben. ich darf zum beispiel zur dämmerung kein geld von hand zu hand geben, kein küsschen über die türschwelle und solcherlei dinge.
albträume hat sie als ich klein war mit traumfänger und glücksbringern unterm kissen und so vertrieben.

ich bin halt so aufgewchsen. ich weiß nicht, ob das jetzt eine hexenfamilie ist, aber tradition schon irgendwie. deswegen wurde ich auch nicht initiert, damit hat sich nie jemand beschäftigt, aber meine mama glaub an das meiste was ich ihr erzähle und ich bin froh, dass ich so aufgewachsen bin.

lg, Sui
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sicher ist, dass nichts sicher ist. selbst das nicht.
-Joachim Ringelnatz
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Darkyboy777
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BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

Leider kann ich in dem Bereich nicht mitreden...
Nya..ich habe keine Ahnung ob irgendjemand aus meiner Familie sich mit Magie beschäftigt [Ausnahme:Mein Cousin,der aber von mir lernt ^^]
Nya..und ich hab auch nicht wirklich Lust meine Oma's oder so fragen,wenn ich schon höre wie die bei nem Action Film sagen: Das ist doch alles Quatsch!
Nya...vll ergibt sich ja irgendwann mal etwas <)
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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Kann es vielleicht sein, dass in der Vorkriegszeit esoterische Literatur und Tätigkeit durchaus üblicher war, in der Nachkriegsgeneration das aber alles verdrängt und vergessen worden ist (um die Schrecken des Krieges zu verarbeiten und das Land wieder aufzubauen) und erst in den Generationen nach den Hippies alles wieder aufkam?

Dieses Gefühl hatte ich schon länger, denn es gibt aus der Zeit von 1890-1920 sehr viel magische Literatur und dann lange Zeit nichts mehr, bis eben die Hippies in den 60er und 70er Jahren aufkamen.

Wenn ich so die Familiengeschichten hier lese, scheint das parallel zu laufen?
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 27.11.2008, 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

Delian hat Folgendes geschrieben:

Wenn ich so die Familiengeschichten hier lese, scheint das parallel zu laufen?


Ich könnte mir vorstellen, dass vieles, was solche Fähigkeiten betraf, in der Nachkriegszeit wohl nur noch familienintern und reduzierter gehandhabt wurde, weil einfach andere Dinge dominanter waren. Häuser mussten aufgebaut, Essen beschafft und verschollene Familienmitglieder gesucht werden; da hatte sowieso niemand die Muße für allgemein publizistische Tätigkeit. Und danach - hm, Wohlstandgesellschaft braucht keine Magie, nur Geld *schulterzuck* Ich meine aber gelesen zu haben, dass in den ländlichen Gebieten Ostdeutschlands noch in den 50er Jahren der Hexenglaube sehr stark unter der Bevölkerung verbreitet war und insbesondere alleinstehende Frauen durchaus auch unter Verfolgung zu leiden hatten. Das Bewusstsein für dieses Thema war also durchaus noch da, wurde aber wohl von der aufkommenden Wissensgesellschaft (absichtlich) ignoriert. Immerhin war auch der Topos Hexe der Nazi-Propaganda zum Opfer gefallen.
Was meine Familiengeschichte anbelangt, ich habe da die gleichen Erfahrungen gemacht wie Sui Smilie Auch in Rumänien hat sich im Einklang mit dem orthodoxen Glauben ein sehr intensiv praktiziertes Brauchtum erhalten und animistische Weltbilder sind keine Seltenheit. Ich kann darum jetzt nicht sagen, ob wir eine Hexenfamilie sind, denn was meine Großmutter und mein Großvater an naturmagischen Riten praktizieren, kennt dort jeder. Einen etwas magischeren Impuls erhält meine Familie durch die Verwandschaft zu den Roma. Meine Tante hat heilende Hände, meine Großmutter kennt sich mit Kräutern, medizinisch wie mystisch, aus und mein Großvater ist fast so etwas wie ein Schamane, er spricht bisweilen mit den Tieren und den Iele, das sind in Transsilvanien Naturgeister, die den Wind, Hügel und Gewässer bewohnen. Sie zeigen ihm dann Stellen im Wald, wo es besonders ergiebige Kräutervorkommen gibt oder wo ein verirrtes Schaf gelandet ist, all so was. Mit hoher Ritualmagie á la Crowley hat dort eigentlich niemand etwas zu tun, es spielt sich alles auf einem sehr archaischen, intuitiven Niveau ab Winken
Meine Eltern als studierte Generation bestätigen diese Praktiken zwar nicht bewusst, verneinen sie aber auch nicht, und wenn meine Mutter sich keinen anderen Rat weiß, greift sie auch zu magischen Mitteln (sie hat durch einen Mondzauber meine beiden Brüder von einer schrecklichen Warzenplage an deren Händen geheilt). Mein Vater versteht sich da nicht so darauf, ist aber ein guter Musiker und Geschichtenerzähler, fast wie ein Barde, was ja auch wichtig ist Smilie Meine Lieblingsgeschichte ist, wie die erste Zauberin nach Dakien kam; eine sehr amüsante Anekdote Sehr glücklich
Eingeführt in diese Tradition hat man mich ganz freimütig ohne Zwang, durch viele Wanderungen, Zuschauen und Geschichtenerzählen. Mein wichtigstes "Initiationserlebnis" war dann mit etwa 10 Jahren die Begegnung mit einem Wolf, ein wichtiges Zeichen, wie mein Großvater sagt, denn in Rumänien heißt es, dass die Daker, die Vorfahren der heutigen Rumänen, von Wölfen abstammten und der Wolf darum so eine Art nationales Clantotem ist. Der Wolf, den ich damals sah, erscheint seitdem auch regelmässig in meinen Träumen, besonders vor schwierigen Entscheidungen und sich neu auftuenden Situationen.
So, schon wieder halbe Romane geschrieben Sehr glücklich Ich finde es bisweilen schwierig, mit dieser Art von Erbe umzugehen und sehe mit Bangen der Entscheidung entgegen, wenn meine eigenen Kinder geboren werden, inwieweit ich ihnen diese Tradition vermitteln soll. Mich würde es sehr schmerzen, wenn sie dem Weg nicht folgen wollen und ihre Mutter für eine alte Spinnerin hielten *seufz*

lg

Ben
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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 28.11.2008, 09:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hui, ist das spannend, was hier so an Traditionen zusammen kommt!

Norwegisches von mir, russisches von Sui, rumänisches durch Bendis. Echt klasse, wie Globalisierung dem Hexenglauben stützt. Sehr glücklich

@Samhain:
Als ich mir deines noch mal so durchgelesen habe, musste ich an "Die Nebel von Avalon" denken. Deine Urgroßmutter scheint von ihrer Art her doch eine Ähnlichkeit mit der "Viviane" zu haben, deine Mutter erinnerte mich an Morgana, die früh zur Magie gezwungen wurde und schließlich ausbrach. Du selbst erinnerst mich ein wenig an die Rolle der Morgaine, die zwar auch zur Magie gezwungen wurde, aber eher dabei bleibt.

Ich finde es sehr spannend, wie durch eine einzelne Personenähnlichkeit gleich eine ganze Familiengeschichte sich ähnlich abspielt.
Winken
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Ara
Kristallkugelputzer
Kristallkugelputzer


Anmeldedatum: 24.11.2008
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 28.11.2008, 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.
hir ein paar Zeilen:

Trotz Einfluss einer extrem streng gläubigen Katoloikin (Bekannte) hat sich meine Familie nie ganz von der Magie abgewannt.
Doch gerade ihr Einfluß hat bewirkt, das meine Mutter uns Kinder davon fern hielt (leider).
Und das obwohl sie selber Karten legt, & mit Geistern sprach.

Seltsame Begebenheiten gab es häufiger, so wünschte sich eine meiner Uroma`s 100 Jahre alt zu werden, & sie wurde auf den Tag genau 100!

Als ich etwa 15 war, geschah etwas, was ich erst heute verstehe.
Aber damals hatte es mich so sehr erschreckt, das ich mich verschloß:
Ich lag in einem Krankenhaus, erholte mich von einem ernsten Infekt, (ein Wunder, das ich noch da bin) & sah eine Person aus dem gegenüber stehenden Gebäude stürzen. Nachforschungen ergaben, daß dort tatsächlich jemand Selbstmord begangen hatte.
Nur, hatte ich niemanden, der mir sagen konnte oder wollte, was ich da gesehen hatte.
Man tat dieses Erlebnis eher als "Tagträumerei" ab.
Daraufhin ignorierte ich alle Begebenheiten, welche ich sah (auch nicht so der rechte Weg)
Ich fragte mich allerdings, warum ich anderen helfen konnte, Fragen beantworten konnte, selber aber irgendwie nie eine bekam..
Nur in Bäumen konnte ich eigendlich wirklich Ruhe finden.

Nun, nachdem ich fast zwanzig Jahre alles in Frage gestellt, mich selber verschlossen habe, die seltsamen Dinge aber nie aufhörten und ich immer wieder Menschen begegnete welche "Magiegläubig" waren, hab ich endlich vor etwa 4 Jahren begriffen, daß ich lernen muß!

Der Weg war nötig, "anders" war ich immer, nur jetzt verstehe ich auch ansatzweise.......
_________________
Der Weg ist das Ziel
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