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Vlad der Pfähler!
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Ironeagle23
Gast





BeitragVerfasst am: 10.04.2009, 14:03    Titel: Vlad der Pfähler! Antworten mit Zitat

Hallo liebe Gemeinde,

ich habe da mal wieder eine Frage, ich habe hier sovieles über Vampire und Werwölfe gelesen, das mich eine Frage hier stellt, wie kommen die Verfilmer die aus Vlad dem Pfähler einen Mythos gemacht haben darauf, das er nach dem Menschlichem Blut trachtette. Wieso haben die Filmemacher aus diesem Menschen der um 1440 gelebt hat einen Vampir gemacht der meines erachtens keiner war sondern nur die Menschen Gequält hat, und auf den Pfählen sterben lassen hat.



Lg Ironeagle23 Smilie
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Abendrot
Gast





BeitragVerfasst am: 10.04.2009, 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

weil er so brutal war...
er soll wie sein name schon sagt massenweise köpfe auf pfählen aufgestellt haben;)
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Victoria
Gast





BeitragVerfasst am: 10.04.2009, 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

@Ironeagle:
Wikipedia hilft auch hier weiter: http://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_der_Pf%C3%A4hler
Darin steht, dass vermutet wird, Vlad Dracul hätte Bram Stoker als Vorbild für seinen Vampir gedient und vermutlich deshalb, weil er in westeuropäischen Mythen als sehr grausam beschrieben wird. Nach Blut getrachtet hat der echte Vlad Teppes sicher nicht, aber Bram Stoker hat eben einen Vampir aus ihm gemacht, wieso auch immer. Schriftsteller halt. Mit den Augen rollen

@Poeta: Und nicht nur die Köpfe, das wäre ja noch harmlos... --> http://de.wikipedia.org/wiki/Pf%C3%A4hlung


Zuletzt bearbeitet von Victoria am 11.04.2009, 12:02, insgesamt einmal bearbeitet
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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 11.04.2009, 08:39    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu kommt das Motiv des Pfählens:

Die Menschen hatten früher wahnsinnige Angst vor "Wiederkehrern", die aus dem Grab steigen und menschliches Blut trinken. deswegen hat man früher regelmäßig Gräber ein paar wochen nach der Beerdigung wieder geöffnet. War die Leiche nicht "ausreichend" verwest, wurde sie gepfählt und geköpft, manchmal verbrannt.

Dieses Motiv des Pfählens hat zwar nichts dem Pfählen von Vlad zu tun, aber es ist eine Gemeinsamkeit zum Vampirmythos.

Außerdem ist der Mythos des Adeligen, der seine Landbevölkerung abschlachtet, um sich mit deren Blut zu verjüngen weit verbreitet und lässt sich auf verschiedenen Gebieten Europas zeigen. Sehr bekannt ist da die Elisabeth Barthory:

http://de.wikipedia.org/wiki/Erzs%C3%A9bet_B%C3%A1thory

Und noch ne Randinfo:
Ursprünglich hatte Bram Stoker vorgehabt, seinen Vampirroman in Deutschland spielen zu lassen (so wie Mary Shelley ihren Frankenstein). Fand aber, dass das nicht weit genug weg ist von der Zivilisation und verlegte es deshalb nach transsilvanien / Karpaten, weil das uriger ist.
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 11.04.2009, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Und sich auch nicht so leicht nachprüfen lässt. Sehr glücklich Bin ja selber aus der Ecke und will nur bestätigend hinzufügen (was hier ja eh schon alle gesagt haben): Fürst Vlad III. (Tepes oder phonetisch Zepesch ist wiederum ein ungarischer "Spitzname", der schon "Pfähler" bedeutet) diente Bram Stoker nach einigen verworrenen Recherchen zusammen mit dem in Rumänien noch heute starken Glauben an Wiedergänger und Untote als entfernte zusammengemanschte Vorlage für seinen Dracula, dessen Name wiederum auf den rumänischen "Spitznamen" Draculea basiert. In Rumänien genießt der Fürst bei all seiner Grausamkeit übrigens ein weitaus positiveres Image als hier in Westeuropa. Winken Auch muss man hinzufügen, dass Fledermäuse und Blutsaugen dort nicht zu den Merkmalen eines Vampirs gehören (vom Wort Vampir ganz zu schweigen). Dies sei nur einmal angemerkt, um aufzuzeigen, was so ein zweitklassiger Schreiberling alles mit einer Lokalsagenfigur anstellen kann, so dass der halbe Erdball bis zum heutigen Tag in eine Vampirhysterie verfällt Winken

lg

Ben
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Ashmodai
Gast





BeitragVerfasst am: 11.04.2009, 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn schon ein zweitklassiger Schreiberling es schafft, einen Klassiker der Weltliteratur zu kreieren, hab ich ja für mich auch noch Hoffnung. Winken Lachen
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Ironeagle23
Gast





BeitragVerfasst am: 12.04.2009, 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Victoria,


Naja Da hat Bram Stocker echt glück gehabt , das Vlad Dracul so ein Grausammer Herscher war, als ich gelesen habe wie Grausam er war ist es mir echt eiskalt den Rücken runter gelaufen.



Lg Ironeagle23 Smilie
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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 12.04.2009, 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Och, da kam es einige, die Bram Stoker als Vorbild hätte nehmen können. Ich denke man überall Figuren finden, die sich als "Kochtopf" eignen, die verschiedensten Mythen und Legenden "reinzuwerfen" und so eine fiktive, scheinhistorische Vampirfigur zu schaffen Cool
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 12.04.2009, 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ashmodai hat Folgendes geschrieben:
Wenn schon ein zweitklassiger Schreiberling es schafft, einen Klassiker der Weltliteratur zu kreieren, hab ich ja für mich auch noch Hoffnung. Winken Lachen


Bei deiner Eloquenz mit Leichtigkeit. Sehr glücklich An Stokers dichterischem Talent hat's nämlich bestimmt nicht gelegen, dass der Roman so ein Klassiker wurde. Winken Eher daran, dass er mit dieser Schauergeschichte voll bleicher Jungfrauen den Zeitgeist seiner viktorianischen Gesellschaft traf.

lg

Ben
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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 13.04.2009, 08:41    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich finde Stokers Roman klasse Mit den Augen rollen Es war zwar nicht der erste Briefroman seiner Zeit, aber es ist bei weitem einer der berühmtesten. Alleine schon durch diese Sonderform erzeugt der Roman eine ganz andere Stimmung der "Realität", da es keine objektive Erzählerebene gibt, sondern nur viele subjektive Ebenen.
Und stoker hat das sehr konsequent durchgezogen. Jedem Charakter hat er einem eigenem Schreib- und Sprachstil zugordnet in welchem er bis zum Schluss auch verharrte. Das alleine macht den Roman schon zu einem Meisterwerk in meinen Augen.
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 13.04.2009, 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

"Tja, über Geschmack lässt sich nicht streiten", sprach der Affe und biss in die Seife Sehr glücklich

Jetzt aber schnell zurück zum Thema.

lg

Ben
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Ironeagle23
Gast





BeitragVerfasst am: 13.04.2009, 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Gemeinde,

ich denke mal das es den Vampire Schreiber nicht nur um die Mytologische Figur Vlad Dracul als Vorlage für ein Vampirfilm geht, meint Ihr nicht auch, das da nicht ein Hauch von Sehnsucht an Unsterblichkeit liegt, die diese Filmemacher in den Fantasiefiguren Vampire suchen :?:.




Lg Ironeagle23 Smilie
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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 14.04.2009, 06:34    Titel: Antworten mit Zitat

in den heutigen Vampirfilmen ja. Bei Bram Stoker finde ich das allerdings noch nicht. Für mich ist der Vampir dort nur ein Ungeheuer, ein unheimliches Relikt aus einer alten Zeit, das uns heute bedroht. Die "romantische Verklärung" des Vampirs ist ein Produkt unserer heutigen Zeit. Zumindest in meinen Augen.
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Ironeagle23
Gast





BeitragVerfasst am: 14.04.2009, 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Delian hat Folgendes geschrieben:
Für mich ist der Vampir dort nur ein Ungeheuer, ein unheimliches Relikt aus einer alten Zeit, das uns heute bedroht. Die "romantische Verklärung" des Vampirs ist ein Produkt unserer heutigen Zeit. Zumindest in meinen Augen.


Romantisch Vampire Delian ich weis nicht, was soll an Vampire Romantisch sein Cool.Und was das Relikt aus vergangener Zeit angeht wie meinst Du das mit der Bedrohung, ich habe das nicht richtig verstanden.




Lg Ironeagle Smilie
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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 14.04.2009, 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

OK, konkreterer Vergleich:

Bram Stoker - Garf Dracula ist ein blutsaugendes Monster aus einer fernen Zeit, mehrere Jahrhunderte ist es alt und in der zivilisierten Welt völlig fremd. Es taucht wie aus dem Nichts aus, wie ein Schatten über London, zerstört Leben und ernährt sich davon.

Buffy, Bis(s)-Reihe, Vampire-Rollenspiel, Anne Rice-Romane - Vampire sind hier empfindsame Wesen mit komplexer Persönlichkeit, die teilweise gar nicht blutsaugen wollen, sondern selbst darunter leiden, dass ihr überlebenstrieb sie dazu zwingt. Vampire sind hier getriebene Charaktere die teilweise zum Scheitern verurteilte Liebesbeziehungen zu Menschen eingehen und sich sehnlichst ihre Menschlichkeit zurück wünschen.

Das sind in meinen Augen völlig verschiedene Vampir-Vorstellungen. Der Vampir bei Stoker hat in meinen Augen noch nichts von dem modernen, romantisch liebenden und leidenden Vampir. Dracula ist eher im Gegenteil ein Hedonist, der sich an der "Schönheit der Nacht" und den "schönen Gesängen" von heulenden Wölfen erfreut.

Bei Stoker ist der Vampir ein Monstrum, bei den modernen Schriftstellern ist der Vampir eine art "Mensch mit unheilbarer Krankheit".
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