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Was wisst ihr über Misteln?
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Siliana
Gast





BeitragVerfasst am: 20.02.2011, 18:16    Titel: Was wisst ihr über Misteln? Antworten mit Zitat

Ich wollte euch mal Fragen was ihr über Misteln wisst. Eine Bekannte sucht seit Tagen nach etwas darüber sie hat all ihre Bücher durchgesucht und ich meine auch Internet haben wir auch nichts brauchbares gefunden.

Ich wäre Dankbar über euer wissen und evtl Links falls ihr passende Seiten kennt.
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Murchadh
Gast





BeitragVerfasst am: 20.02.2011, 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Was will sie denn genau wissen? Eher die magische Wirkung, die Tradition oder über moderne Anwendungsmethoden wie Misteltherapie etc.?

Ganz allgemein: Misteln (es gibt verschiedene Arten) wirkend abschirmend und schützend, sind eine alte heilige Pflanze, da sie zwischen Himmel und Erde wachsen, medizinisch kreislaufregulierend und immunstärkend, werden in hoher Dosierung zur Krebstherapie verwendet. Für die jeweilige Anwendung, egal ob magisch oder medizinisch, ist auch die Art des Wirtsbaums entscheidend, da er die Energie der Mistel entscheidend beeinflusst.

Aber soviel wisst ihr wahrscheinlich auch schon...
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Siliana
Gast





BeitragVerfasst am: 20.02.2011, 19:42    Titel: re Antworten mit Zitat

sie brauch das für die Krebstherapie, aber hauptsächlich ob die das Bewusstsein negativ verändert, erhöht oder sonst etwas ... ob mihr das auf magisch medialer Weise schaden kann ... also wohl eher die magische Wirkung, denn davon steht nichts weiter in Büchern oder im Internet
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Murchadh
Gast





BeitragVerfasst am: 20.02.2011, 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Bei der Krebstherapie ist es so, dass es körperlich eine Immunreaktion in Gang setzt (einschließlich Fieber usw.). Die seelische Wirkung, würde ich persönlich sagen, ist daher eine, die mit einer derartigen Krankheitsüberwindung einhergeht. Also eine Selbststärkung, Ordnung der Lebenskräfte, Unterscheidung von Positivem und Negativem, usw.

So, wie man auch Mistelzweige über die Hauseingänge hängt, um Negatives fernzuhalten und Gutes anzuziehen.

Das ist aber nicht quasi "offizielle Meinung" - nur meine persönliche Auslegung. Smilie

Eine Misteltherapie wird ja verordnet, das wird ja gespritzt. Insofern würde ich auch einfach noch bei dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker nachfragen.
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 21.02.2011, 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Das in der Mistel enthaltene Viscotoxin ist ein starkes Herzgift, das allerdings bei rein oraler Zufuhr normalerweise im Magen-Darm-Trakt vollständig zerstört wird. Wenn deine Freundin im Verdauungsbereich krank ist und die Mistel trotzdem anwenden will, sollte sie das vorher unbedingt mit einem Arzt absprechen.

Die Verehrung der Mistel als heilige Pflanze und Geschenk der Götter reicht schon sehr weit in die Vergangenheit zurück (wie archäologische Funde in Pfahlbauten und römische Autoren bezeugen), ich würde ihre magische Wirkung als sehr stark einschätzen. Als immergrünes Bindeglied zwischen Himmel und Erde gilt sie gemeinhin als Pflanze des ewigen Lebens, die schützt und alle Krankheiten heilt, allerdings auch eine dunkle Seite hat: in der germanischen Edda schickt Hödur den Lichtgott Baldur mit einem Mistelpfeil in den Tod, in der griechischen und römischen Mythologie verwenden Hermes und Aeneas einen gold getrockneten Mistelzweig, um in die Unterwelt zu gelangen, ein Motiv, das später noch Dante aufgreift. Eine medizinische psychoaktive Wirkung ist meines Wissens nicht nachgewiesen, aber als Bestandteil von Räucherungen öffnet die Mistel das Tor zum Unterbewussten und führt einen hinab in die - nicht immer schönen - Tiefen des eigenen Selbst. Als Pflanze der Wintersonnenwende verwandelt sie dabei auch Finsternis in Licht, vertreibt die Dunkelheit und schenkt göttlichen Schutz, um die schwersten Prüfungen zu bewältigen und zu überwinden. Smilie
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Athena
Gast





BeitragVerfasst am: 21.02.2011, 19:05    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht zu vergessen die Sache mit dem Kuß unter dem Mistelzweig Winken
Was hat es damit eigentlich genau auf sich?
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Ashmodai
Gast





BeitragVerfasst am: 21.02.2011, 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Die Mistel war den Druiden eine heilige Pflanze.
Auch, wenn man sich als Feind gegenüberstand, musste man unter der Mistel die Waffen niederlegen und bis zum nächsten Tage Waffenstrillstand schließen.
Möglicherweise kommt es ja daher.
Die Angelsachsen verbanden die Mistel mit Freya - und da ist es doch auch sehr passend, wenn man sich unter der Mistel küsst. Sehr glücklich
Angeblich hat man sich auch bei den Saturnalien unter der Mistel geküsst.
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Murchadh
Gast





BeitragVerfasst am: 21.02.2011, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Also, äh... ich hab das so im Hinterkopf, dass man sich unter der Mistel nicht nur küssen, sondern auch noch ganz andere Dinge tun sollte. Die abschirmende Wirkung der Mistel sorgt für - gesunden Nachwuchs Smilie
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Ashmodai
Gast





BeitragVerfasst am: 21.02.2011, 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ja - und sie galt als Pflanze der Fruchtbarkeit. Winken
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Athena
Gast





BeitragVerfasst am: 25.02.2011, 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Infos, war mir alles gänzlich neu Smilie
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Victoria
Gast





BeitragVerfasst am: 25.02.2011, 16:33    Titel: Antworten mit Zitat

So vielleicht noch was allgemeines. Die Mistel an sich ist ein Schmarotzer. Sie wird von Vögeln auf die Bäume gebracht. Die Fressen ihre Beeren und wenn sie dann auf einen andere Baum kacken, keimt der im Kot enthaltene Samen wieder neu. Auf dem Baum selbst.
Und sie wachsen ziemlich weit oben, gerne auf Kiefern. Ich saß schon auf so mancher hoher Kiefer mit der Säge um an die Misteln zu kommen... Winken Aber bitte gut aufpassen, zum Mistelschneiden sollte man leicht sein und gut klettern können. Smilie
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Amitiel
Gast





BeitragVerfasst am: 25.02.2011, 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

...oder eine Leiter benutzen. Mit einer Säge im Gepäck auf einen Baum zu klettern würde ich mal aus Prinzip nicht weiterempfehlen, es sei denn, jemand ist aus tiefer Überzeugung Organspender. Und selbst dann könnte die Spende sinnlos werden. Winken Gelegentlich wachsen Misteln aber auch in greifbarer Höhe von 2 Metern in Birken und Büschen, da kann man mit ein wenig Sucherei (und nur einem Trittbrett oder Stein, wer nicht immer eine Leiter im Rucksack hat) schon Glück haben.
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Randolf
Gast





BeitragVerfasst am: 26.02.2011, 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Die ungefährliche Methode sich ein paar Mistelzweige anzuschaffen ist der Besuch einer Filiale von Blume 2000. Dort habe ich schon öfters Mistelzweige gesehen. Smilie
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 26.02.2011, 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt, die verwendet man gerade im Winter gerne als Grünzeug in Gestecken.

Grundsätzlich gibt es in Mitteleuropa zwei oder drei "Unteraten" (es sind keine richtigen Unterarten im taxonomischen Sinne, aber sie unterscheiden sich ein klein wenig), von denen die eine Laub-, die andere Nadelbäume, die dritte auschließlich Kiefern bevorzugt. Wenn man mit dem Zug nach München fährt, gibt es an einer Stelle kurz vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof eine Art lockeren Birkenwald, der wirklich voller teilweise imposant großer Mistelbüsche hängt.
Es gibt ja so eine Theorie, die besagt, dass sich die Wirksamkeit der Mistel dahingehend unterscheidet, von welchem Baum sie geerntet wurde. Die von Eichen gelten als nahezu heilig, die von Apfelbäumen sind gut für Liebe, Freundschaft und Harmonie, und so weiter. Hat damit schon jemand experimentiert?

lg

Éo[/code]
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Murchadh
Gast





BeitragVerfasst am: 27.02.2011, 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

Also für die medizinische Anwendung wird das ohnehin unterschieden, das ist wohl mehr als nur eine Theorie, sondern schon feste Praxis.

Und ich finde es logisch, dass die Mistel die Energie ihrer Gastgeberbäume aufnimmt.

Experimentiert hab ich nicht damit, aber es freut mich natürlich, wenn mir ein Zweiglein der Mistelsorte "vor die Füße fällt", die ich genau für einen bestimmten Zweck benötige Smilie

Nach einem Sturm findet man nämlich auch mal heruntergefallene Mistelzweige. Okay, sie haben den Boden bereits berührt, aber ich finde solche freiwillig gegebenen Fundstücke irgendwie fast schöner als etwas gewaltsam genommenes.
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